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"May the face of every

good news and the back

of every bad news

be toward us."

 

 

 

 

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Knallbunt und federleicht

 

Eine schönere Ode an den Mai wurde wohl nie geschrieben: „Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle / Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei / Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle / O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!“ Danke, Erich Kästner. Auch dafür, dass du den Mai „Mozart des Kalenders“ genannt hast.

 

Also raus auf die Piste, der Mai ist endlich wieder da: federleicht, Mozart-beschwingt, hellgrün und knallbunt wie kein anderer Monat. Einziger Makel: Er dauert wie immer nur 31 Tage. Er ist wie immer zu wenig.

 

Das System Mai

 

Fröhlichkeit, Leichtigkeit, Sturm und Drang – weshalb fühlt man eigentlich im Mai, was man in allen anderen Monaten nicht fühlt? Weil er besonders riecht, durch seine Farbenpracht besticht oder dieses unerklärliche Prickeln auslöst, das bei so vielen Verrücktheiten zum Tragen kommt? Es kommt wohl alles zusammen. Das „System Mai“ beginnt ja schon mit seinem ersten Tag: dem Tag der Arbeit, an dem kein Mensch arbeitet. Und es gibt, vom Mutter- und Vatertag einmal abgesehen, im Wonnemonat echt illustre Gedenktage – etwa den internationalen Hebammentag oder, man glaubt es kaum, den Welttag der Handhygiene (beide am 5. Mai), den deutschen Venentag (20. Mai) oder am 23. Mai den deutschen Tag des Grundgesetzes und – international – den Welt-Schildkröten-Tag. Kein Witz.

Vielleicht sollte man beantragen, auch einen Welt-GolferInnen-Tag einzurichten – als perfekten Start in die Saison idealerweise auf den 1. Mai gelegt, wenn ohnehin keiner arbeitet.

 

Feelings

 

In keinem anderen Monat gehen Hoffnung und Größenwahn eine so amüsante, liebenswerte Liaison ein. Im Mai ist allerdings auch Vorsicht geboten: Die Natur explodiert, der Spargel schießt, die Bäume schlagen aus – und nicht nur in der Tierwelt wird verstärkt gebalzt. Ist die Mailuft lau und lieblich, liegt die Menschheit rum und liebt sich. Das darf man jetzt aber bitte nicht wörtlich nehmen – natürlich liegt auf den Golfplätzen niemand rum. Gemeint ist einfach nur dieses herrliche Gefühl, das einen immer im fünften Monat des Jahres erfasst und auf den ersten gemeinsamen Runden sogar Regelpäpste, Besserwisser und Ehrgeizlinge mit höchster Toleranz ertragen lässt. Und insgeheim wünscht man sich nur eines: ein Jahr aus lauter Mai.

 

 

 

 

 

Fred König

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