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Golfanlage Bergkramerhof: Der erste voll-ökologische Golfplatz Deutschlands

 

Ab sofort 100 Prozent ökologisch

 

Ein wenig gespritzt und gedüngt wird auf Golfplätzen normalerweise immer, gerade bei sensiblen Stellen wie etwa den Grüns. Die Vorgaben, wo man darf und wo nicht, sind – im Gegensatz zu landwirtschaftlichen Flächen – sehr eng gesteckt. Tatsache ist: Der Einsatz chemischer Mittel auf Golfplätzen geht ständig weiter zurück – nicht zuletzt auch durch Initiativen wie „Golf & Natur“ des Deutschen Golf Verbands. Auf der Golfanlage Bergkramerhof im Süden Münchens geht man in Sachen Naturschutz jetzt noch einen Schritt weiter: Es werden ab sofort an keinem Punkt des Platzes selbst bislang erlaubte Spritz- und Düngemittel eingesetzt. Damit ist der Bergkramerhof der erste voll-ökologische Golfplatz Deutschlands.

Golfanlage Bergkramerhof, 8. Grün

Man kann es manchmal nicht mehr hören – dieses ewige Genörgel am „Umweltsünder Golfplatz“. Fest steht längst: Golfplätze, bei denen rund drei Viertel der Fläche völlig naturbelassen sind, sind deutlich weniger umweltbelastend als landwirtschaftliche Anbauflächen. Kommen bei einem Golfplatz auf einem Hektar durchschnittlich etwa 0,4 Kilogramm Pestizide zum Einsatz, sind es beispielsweise bei Getreideanbauflächen stolze 3,8 Kilogramm. Die positive, umweltfreundliche Bilanz am Bergkramerhof: hier wurden bisher weniger als 1/20 an chemisch-mineralischen Düngern und Pestiziden eingesetzt als in der umliegenden Landwirtschaft. Noch Fragen?

 

Fest steht allerdings auch: Golf hat ein mieses Image – in Deutschland. 54 Prozent aller Deutschen haben eine negative Meinung über Golfer und deren „hoch-elitären“ Sport. Und das wiederum ist eine perfekte Basis für den (beispielsweise) kommunalpolitischen Stimmenfang.

Liegt oberhalb von Wolfratshausen: Golfplatz Bergkramerhof

Tatort“ Wolfratshausen

 

Hier wurde die Golfanlage Bergkramerhof durch öffentliche Aussagen von behördlicher und lokalpolitischer Seite, durch missverständliche Meldungen und affektgeladene Leserbriefe nachhaltig und immer wieder in Misskredit gebracht. Durch Gerüchte und bewusst schädigende Falschbehauptungen entstand der Eindruck, dass die Qualität des Trinkwassers der Stadt Wolfratshausen durch die Golfanlage belastet wurde. In regelmäßigen Abständen wurden neue Vorwürfe publiziert.

Dabei stellte sich schnell heraus: „Nachgewiesene Pflanzenschutzmittel“ stammten nicht von der Golfanlage, sondern aus einem Mais-Anbau; auch „Hausabwässer“ kamen nicht in Frage, denn alle Pachtgebäude sind an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Das in einem Revisionsschacht gefundene „verwesende Tiermaterial“ bestand aus einer toten Maus – die diskrimierenden Beispiele sind fast beliebig fortzusetzen. Höhepunkt war schließlich eine Meldung, in der der zuständige Landrat sogar das Aus der Golfanlage in Betracht zog.

Erklärt Journalisten sein Projekt "Ökologischer Golfplatz": Dr. Josef Hingerl

Anlagenbetreiber Dr. Josef Hingerl: „Der Golfbetrieb am Bergkramerhof war schon immer umweltfreundlich und nach Definitionsgehalt ökologisch. Er setzte niemals nicht genehmigte Pflanzenschutzprodukte ein. In Zukunft wird er völlig ohne solche Hilfsmittel auskommen. Das ist das Pionierkonzept, das auch der letzten üblen Nachrede die Grundlage entzieht.“

Revolutionärer Durchbruch im Pflanzenschutz

 

Unterstützung findet Josef Hingerl bei Klaus Schmitt vom Unternehmen „Course Support UVC TurfCare“. Schmitt hat das Konzept eines umfassend ökologischen (also von Pflanzenschutzmitteln freien) Unterhalts und Spielbetriebs auf allen Teilen eines ausgedehnten Golfgeländes inklusive aller Wasserschutzbereiche entwickelt. Das Zauberwort heißt „UV-C Licht“, dessen Wirkprinzipien seit langem bewährt und bekannt sind. „Course Support“ hat nachgewiesen, dass die UV-C Licht-Technologie ein revolutionärer Durchbruch im Pflanzenschutz ist. Gräser werden wirksam vor Pilzbefall geschützt.

Stichwort „Schneeschimmel“: Wenn Grüns braune Flecken bekommen, hat das natürlich nichts mit Schnee zu tun, sonden mit Nässe und niedrigen Temperaturen.

Klaus Schmitt (links) hat ein Gerät entwickelt, das mit UV-C Licht ausgestattet ist. Damit fährt man dreimal pro Woche über die Grüns, der sogenannte Schneeschimmel wird dadurch behoben – eine absolute Weltneuheit, die auf dem gesamten Gelände des Bergkramerhofs eingesetzt wird. Für sein Verfahren erhielt „Course Support“ übrigens den „Gartenbau Innovationspreis 2014“ bei der diesjährigen GaLaBau in Nürnberg.

Golfanlage Bergkramerhof, 18. Grün

 

Golfer mit „grünem Gewissen“

 

Der Landrat, der schon ein mögliches „Aus“ für den Bergkramerhof ins Auge gefasst hatte, wandte sich inzwischen in einer Stellungnahme an die Mitglieder der beliebten Golfanlage. Darin heißt es, Dr. Hingerl wolle ein Projekt „ökologischer Golfplatz“ entwickeln. Und: „Ich bin persönlich überzeugt davon, dass Herr Dr. Hingerl dieses wohl in Deutschland bisher einzigartige Projekt erfolgreich durchführen wird. Dass er dazu in der Lage ist hat er bei mehreren schwierigen Projekten im Landkreis bewiesen. Dies würde sicher auch zu einem besseren Image des Golfsports in unserer Region und darüber hinaus führen.“ (…) „Von meiner Seite wird jede mögliche Unterstützung kommen.“

 

Josef Hingerl und sein ökologisch stark engagierter Head Greenkeeper Wolfgang Becker haben übrigens festgestellt, dass jene Flächen, die im Wasserschutzgebiet liegen und auch schon in der Vergangenheit nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden durften, in keinem schlechteren Zustand sind als die Flächen außerhalb des Wasserschutzgebietes. Der hochkakrätige Pflegezustand am Bergkramerhof hat sich längst in der gesamten Region herumgesprochen. Hingerl, Schmitt und Becker sind deshalb überzeugt, dass auch die rein "ökologische Golfanlage" künftig eine erstklassige Platzqualität besitzen wird.

 

Für Golfer mit „grünem Gewissen“ hat Anlagenbetreiber Hingerl ein besonderes Bonbon parat: Er senkt die Jahresmitgliedschaft für das Jahr 2015 von 2.750 auf 2.450 Euro. Wer schnell einen Vertrag abschließt, kann auch noch dieses Jahr im Bergkramerhof kostenlos auf die Runde gehen.

 

Weitere Informationen

Tel.: 08171/41910

www.gc-bergkramerhof.de

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