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Pocci-Karikatur

 

Golfanlage Bergkramerhof

 

Nach der Runde ins Museum

 

Keine Frage: Der Bergkramerhof dürfte die einzige Golfanlage Deutschlands mit einem Museum sein. Doch weil Golf ja nach wie vor nicht unbedingt ein alltäglicher Sport ist, handelt es sich auch bei diesem Museum um ein nicht alltägliches.

von Liz von Bonin

Franz Graf von Pocci

Untergebracht ist hier die Erinnerung an Franz Ludwig Evarist Alexander Graf von Pocci (1807 bis 1876), ein begnadeter Zeichner, Radierer, Schriftsteller, Musiker und Komponist. Und großer Liebhaber des Kasperl- und Marionettentheaters. Sein Kasperl Larifari hatte ihm dereinst den Spitznamen „Kasperlgraf“ eingebracht.

Als Sohn des aus Italien stammenden Offiziers Graf Fabrizio Evaristo von Pocci (der in Bayern unter Kurfürst Karl Theodor Dienst tat) und einer Baronin aus Dresden hatte Pocci schnell eine steile Karriere hingelegt: Er studierte Rechtswissenschaften, wurde im Alter von nur 23 Jahren Zeremonienmeister von König Ludwig I., später zum Hofmusikintendanten und könglich-bayerischen Oberstkämmerer ernannt. Doch seine wirkliche Liebe galt dem „kleinen Theater“ der Kasperl und Marionetten.

Pocci-Museum: Empfangsraum

Als die Franz-Graf-von-Pocci-Gesellschaft im letzten Jahr für ihr Museum ein neues Zuhause suchte, wurde sie sich mit Anlagenbetreiber Dr. Josef Hingerl schnell einig: Im Obergeschoss des Clubrestaurants standen 80 Quadratmeter zur Verfügung. Und hier landeten, nach einer liebevollen Gestaltung der Räumlichkeiten, die vielen originellen Exponate aus Poccis künstlerischem Schaffen – Miniaturen und Modelle, Zeichnungen und Karikaturen, Radierungen, Bilderbücher.

Kasperlfigur am Empfang

Auch das Pocci-Museum passt perfekt zu Hingerls Motto „Begegnung Bergkramerhof“ - hier werden neben vielen gesellschaftlichen Aktivitäten auch kulturelle Veranstaltun- gen angeboten. In welchem Golfclub hört man schon Vorträge über „Platon – Geschichte der griechischen Philosophie“, über Verdis Opern oder Richard Wagner.

 

Doch zum Museum. Das hätte dem alten Pocci sicher gefallen: Unten im Restaurant essen und trinken, dann nur ein paar Stufen hinauf – in sein Museum. Und würde er einige Jahrzehnte später gelebt haben, dann wäre er vielleicht selbst Golfspieler geworden und hätte dabei für seine genialen Karikaturen sicher viele Vorlagen gefunden.

 

www.grafpocci-gesellschaft.de

www.gc-bergkramerhof.de/bergkramerhof/pocci-museum

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