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Klage gegen den Deutschen Golf Verband

 

Gefährdung für die deutsche Ryder-Cup-Bewerbung?

 

Am 18. Juni 2015 reichte Anwalt Dr. Josef Hingerl, Betreiber der Golfanlage Bergkramerhof, beim Landgericht Wiesbaden Klage gegen den Deutschen Golf Verband ein.

 

Es geht in dieser Klage unter anderem um die auf dem 96. Ordentlichen Verbandstag beschlossene Teilfinanzierung des Ryder Cup 2022: Im Fall einer erfolgreichen Bewerbung soll jeder beitragspflichtige DGV-Golfspieler von 2016 bis 2025 eine Umlage von drei Euro pro Jahr bezahlen. Diese Umlage würde mit dem Mitgliedsbeitrag des jeweiligen Jahres fällig. Durch die deutschen Golferinnen und Golfer käme so die stattliche Summe von rund 18 Millionen Euro zusammen.

 

Nun geht es Dr. Hingerl („Auch ich will den Ryder Cup 2022 gerne in Bad Saarow“) in der Klage nicht nur um 18 Millionen Euro, sondern zunächst einmal auch um die Rechtmäßigkeit bei der Abwicklung und dem Beschluss von ursprünglichen festgesetzten, nachträglich geänderten oder neu gefassten Tagesordnungspunkten (wie eben bei der 3-Euro-Obulus-Abstimmung) während des Ordentlichen Verbandstages am 11. April 2015.

 

Dazu ein Statement des DGV: „Diese Klage richtet sich gegen die formale Richtigkeit des Verbandstagsbeschlusses vom 11. April 2015 zur zweckgebundenen Umlage in Höhe von drei Euro pro Golfspieler über zehn Jahre ab 2016, für die Durchführung des Ryder Cups (…) Nach Überprüfung der Sach- und Rechtslage besteht seitens des DGV weiterhin die feste Überzeugung, im Sinne der DGV-Satzung gehandelt und damit alle formalen Voraussetzungen korrekt erfüllt zu haben. Der Verband wird dies auch in einem eventuellen Gerichtsverfahren entsprechend vertreten.“

 

Und weiter steht zu lesen: „Im Zusammenhang mit der sich in der unmittelbaren Entscheidungsphase befindlichen deutschen Ryder-Cup-Bewerbung ist eine solche Klage in hohem Maße kontraproduktiv, ja sogar den Zuschlag für Deutschland konkret gefährdend. Völlig unabhängig von der Aussicht auf Erfolg, beschädigt allein der Umstand eines laufenden Gerichtsverfahrens das Vertrauen in die Zuverlässigkeit einer deutschen Bewerbung.“

 

Die Frage ist nun: Wird Anwalt Hingerl einknicken? Wer legt sich schon gerne mit einem relativ großen Verband an! Man darf auf den Fortgang der Geschichte gespannt sein.

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