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"May the face of every

good news and the back

of every bad news

be toward us."

 

 

 

 

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Vom Ehering zum Schlagring

 

Zum Begriff „Beziehung“ gibt es ja diverse Beispiele: Politiker und Lobbyisten haben eine; kriminelle und habgierige Business-Cliquen, also Kartelle, haben auch eine – und meist nicht zum Wohle des Volkes. Ob diese Money-Liebschaften irgendwann in die Brüche gehen, interessiert nicht die Bohne. Uns bewegt etwas ganz anderes: Kann bei zwei Liebenden das Golfspiel ein Beziehungs-Killer sein?

 

Tiger Woods hat's erwischt, John Daly, Greg Norman und Jason Dufner – um nur einige der großen Golfer zu nennen. Dass Elin Nordegren vom Fremdgänger Tiger eines Tages die Nase voll hatte, war verständlich und kostete den Super-Golfer angeblich 100 Millionen Dollar. Explizit zur Tiger-Scheidung passt der bekannte Reim: „Vor der Hochzeit gibt es Küsse, nach der Hochzeit gibt es Schmisse.“

Oder der Beziehungs-Mix von Schluckspecht John Daly: viermal verheiratet, viermal geschieden. Greg Norman (Ego-Problem) trennte sich nach 15 Ehemonaten von seiner zweiten Ehefrau Chris Evert; für den apathischen Jason Dufner und Frau Amanda kam das Ehe-Aus nach drei Jahren. Zugegeben: Diese Beispiele zum Thema „Beziehungs-Killer“ hinken ein wenig, denn der Job war bei den genannten Golfprofis nicht der Grund für die Trennungen, eher schon die totale Abkühlung der zwischenmenschlichen Temperaturen auf Kühlschrankniveau. Aber genau das kann ja aus vielerlei Gründen auch bei Hobbygolfern passieren.

 

Wer sich ewig bindet

 

Und damit kommen wir zu meinem Golffreund Toni (Name geändert). Er überraschte mich in diesem Sommer mit dem Satz: „Aus unserem Ehering ist ein Schlagring geworden.“ Und Schuld habe nur dieses verdammte Golfspiel.

Eigentlich wollten wir nach der Runde nur noch gemütlich ein Bierchen trinken – doch plötzlich konfrontierte mich Toni mit seinem Ehe-Offenbarungseid. Sie spiele so unglaublich verbissen Golf, sagte er. Und leider auch wesentlich besser als er. Sie stehe pausenlos auf der Driving Range und mache ihm Vorwürfe, dass er zu selten trainiere. Sie verspotte ihn für sein schlechtes Spiel und schäme sich, wenn er bei einem Turnier wieder einmal auf den letzten Plätzen lande. Hinzu komme ihre Eifersucht. Okay, er finde diese Brünette sehr attraktiv, habe sie auch schon mal außerhalb des Clubs getroffen. „Die sieht Golf einfach so locker wie ich“, sagte Toni. Tja, das war's. Müßig zu sagen, dass Tonis baldige Ex Angela von ihrem Standpunkt aus diese leidige Beziehungskiste völlig anders sah. Aber jede Trennung hat ja bekanntlich eine individuelle Interpretation.

Jetzt fighten die Anwälte, und das kostet. Fazit: Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Geld zur Scheidung findet.

 

Statistik

 

Laut Statistik gab es im Jahr 2016 in Deutschland 162.397 Scheidungen, die Rate ist seit Jahren rückläufig. Mehrheitlich werden Scheidungsanträge von Frauen eingereicht, im Schnitt nach 15 Ehejahren. Nach jahrelanger Cluberfahrung behaupte ich jetzt einfach mal: Die wenigsten Scheidungen betreffen Golferinnen und Golfer. Fast alle mir bekannten Beziehungen, ob verheiratet oder nicht, halten schon sehr lange und sind stabil. Und unterschiedliche Spielqualitäten sind völlig bedeutungslos.

Ein guter Spieler unseres Clubs hatte sich vor einigen Jahren in eine Golfanfängerin verliebt; jetzt hütet sie zu Hause die beiden Kinder, und er steht nach wie vor regelmäßig auf dem Platz. Mit coolen Brünetten oder Blonden hat er nichts im Sinn; wann immer es geht, bringt er Frau und Kinder mit. Golf und privates Glück, stehen sich also nicht im Wege. Im Bekanntenkreis erlebte ich in den letzten Jahren bei befreundeten Nichtgolfer-Paaren wesentlich mehr Trennungen.

 

Was einer Liebesbeziehung zweifellos nicht dienlich ist: Wenn der eine Golf spielt und der andere nicht, wenn der eine amüsante Stunden auf dem Platz verbringt, während der Partner eigentlich nicht so genau weiß, was er in dieser Zeit mit sich anfangen soll. Da kann man schon ins Grübeln kommen und sich, etwa im Fall der Partnerin, fragen, ob es da vielleicht eine coole Brünette oder Blonde gibt, die irgendwann für Verwirrung sorgen könnte.

Deshalb der Tipp: Lassen Sie ihn oder sie nicht alleine auf die Piste, fangen auch Sie an mit diesem faszinierenden Sport. Dann, aber auch nur dann, ist der Golfsport mit Sicherheit kein Beziehungs-Killer. 

 

 

 

 

 

Fred König

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