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15. Juli 2018

 

 

München, Klassik am Odeonsplatz 2018

 

Virtuoser Open-Air-Event vor Traumkulisse

 

Zum 18. Mal verwandelte sich der Münchner Odeonsplatz am 13. und 14. Juli in eine grandiose Freilichtbühne. Mit der hochkarätigen Besetzung, seiner einmaligen Lage inmitten historischer Bauten und einer romantischen Illumination hat sich Klassik am Odeonsplatz längst als musikalischer Top-Event in Deutschland etabliert. Schönwetter-Garantie inklusive.

Traumhafte Atmosphäre: Klassik am Odeonsplatz (Foto: Marcus Schlaf)

Die Veranstalter in München scheinen ein besonders gutes Verhältnis zum Wettergott Petrus zu haben: Auch in diesem Jahr war der Odeonsplatz zu Beginn der musikalischen Hochgenüsse wieder in Sonnenschein getaucht, milde Temperaturen bis in den späteren Abend hinein – seit Gründung der Klassik am Odeonplatz im Jahr 2000 musste nur einmal ein Konzert wegen Unwetters abgesagt werden.

Gleich zu Beginn am ersten Abend wurden die rund 8.000 Besucher darüber aufgeklärt, weshalb die beiden Aufführungstage dieses Mal der Freitag und Samstag seien – und nicht, wie bislang üblich, der Samstag und Sonntag: wegen des Finales der Fußball-WM am 15. Juli, eben an dem Sonntag. Und eine vorausschauende Planung musste schon sein, denn: Es hätte ja sein können, dass Jogi L. und seine Jungs tatsächlich … und dass dann sicher viele der 8.000 Sitzplätze am zweiten Klassik-Tag leer geblieben wären und – aber Schwamm drüber. Die deutsche Mann war früh wieder zu Hause und die insgesamt 16.000 Besucher erlebten an diesen beiden Juli-Tagen eine grandiose musikalische Mixture.

Diana Damrau

Am ersten Abend dirigierte Crisitan Măcelaru das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Auf dem Programm: die Ouver-türe zu „Candide“ von Leonard Bernstein; von Jules Massenet die „Medita-tion“ für Solo-Violine und Orchester aus der Oper „Thaïs“ und Arien aus „Manon“ mit der wunder-baren Sopranistin Diana Damrau, die nach „Gymnopédies“ von Erik Satie auch mit der „Juwelen-Arie“ der Marguerite aus Charles Gounods „Faust“ begeisterte. Nach der Pause dann die Symponie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvořák.

Juan Diego Flórez

Der zweite Abend – die Münchner Phil-harmoniker unter Valery Gergiev. Nach der krankheitsbedingten Absage von Stargeiger David Garrett übernahm der peruanische Tenor Juan Diego Flórez die Solisten-Hauptrolle: Mit sechs Arien (aus Mozarts „Zauberflöte“, Donizettis „Lucia di Lammer-moor“, Puccinis „La Bohéme“, Verdis „I Lombardi alla prima crociata“) und zwei weiteren Arien von Jules Massenet begeis-terte er das Publikum. Und dann als Höhe-punkt seine Zugabe: „Nessun dorma“, die Arie des Prinzen Kalaf aus dem dritten Akt der Oper Turandot von Giacomo Puccini – Flórez wurde regerecht umjubelt.

 

Klassik am Odeonsplatz – das ist längst schon eine Erfolgsgeschichte, das ist Musik auf höchstem Niveau, mit ausgezeichneter Akustik und in einmaliger Atmosphäre. Stimmungsvoller kann eine Spielstätte wohl nicht sein.   

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