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30. Oktober 2015

Problemfall Clubgastronomie

 

Currywurst, Kaviar & Co.

 

Das Leben besteht ja erfreulicherweise nicht nur aus Golf. Es gibt auch noch Hallenhalma, Bridge und Weinproben – und hin und wieder etwas zum Aufregen. Womit wir wieder beim Thema Golf sind. Genauer: bei der Club-Gastronomie, ein Synonym für „Problem-Kulinarik“, wie man in diversen Golfclubs immer wieder erfährt.

 

Wie, keine Currywurst, kein Kaviar auf der Karte? Pizza im Clubhaus? Nur eine Marke Champagner? Und viel zu wenige Biersorten? Das kann nicht angehen, Golfer haben nun mal gewisse lukullische Grundbedürfnisse – so unterschiedlicher Art sie auch sein mögen. Ist ja auch bei der Liebe so: Der eine mag die dralle Schwarze, der andere die schlanke Blonde. Oder umgekehrt.

Und deshalb bringen wir es gleich mal auf den Punkt: Clubrestaurants können es nur selten allen recht machen. Gemeckert wird immer – je nach individuellem Geschmack.

 

Der Restaurantbetreiber eines hessischen Golfclubs: „Hinzu kommt eine gewisse Knauserigkeit. Viele Golfer erwarten im Clubhaus eine Sterneküche zum Kantinenpreis.“ Als Clubköche würden Lafer, Lichter & Co. vermutlich schneller in die Insolvenz getrieben als der Betreiber einer Frittenbude am Münchner Hauptbahnhof.

Manchmal wird man den Verdacht nicht los, dass im Kleingedruckten vieler Mitgliederverträge der Satz steht: „Das Mitglied verpflichtet sich, mit der Clubgastronomie unzufrieden zu sein.“

 

Natürlich gibt es auch Clubs, die für ihre Gastronomie berühmt sind, wie etwa der GC Beuerberg. Wer dort über die Gastronomie meckert, sollte zu „zweimal lebenslänglich Currywurst“ verurteilt werden. Dabei wird auch in vielen anderen Clubs eine durchaus ansprechende Küche geboten. So manche Probleme könnten gelöst werden, wenn Golfer ihren Wirt anständig unterstützten und nach der Runde nicht immer nur ein Paar Wiener (für unsere österreichischen Golffreunde: Frankfurter) sondern auch mal ein saftiges Steak bestellten.

 

Ein soignierter Golfer sagte kürzlich: „Ich habe schon oft sehr gut gegessen. Wenn das in einem Clubrestaurant mal nicht der Fall sein sollte – egal, ich komme ja wegen des Spielens.“ Eine lobenswerte Einstellung.

 

Ihr lieben, geschmackssicheren Golferinnen und Golfer: Mailt uns doch kurz, wie Ihr mit Eurer Clubküche zufrieden seid. Wir würden nämlich gerne über den ultimativen kulinarischen „Ist-Zustand“ deutscher Clubrestaurants berichten.

 

Fred König

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