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6. Oktober 2015

von Liz von Bonin

Tenuta Castello di Morcote

 

Tessiner Wein-Paradies

 

Der Wein ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Arzneien das Schmackhafteste, unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste.“ Die Zeilen stammen von dem griechischen Philosophen Plutarch. Der große Satiriker und Weinliebhaber Kurt Tucholsky schrieb einmal: „Schade, dass man Wein nicht streicheln kann.“ Genau dieses Gefühl erlebt man, wenn man die edlen Roten und Weißen des Weingutes Tenuta Castello di Morcote probiert.

 

Auf der Landzunge Arbostora, der südlichen Spitze des Tessins und vollständig umgeben vom Luganersee – malerischer könnte das Landgut Castello di Morcote nicht liegen: ein ausgedehntes, sanft gegen den See abfallendes Gelände mit lichten Wäldern, weitläufigen Weiden und Weinterrassen, Olivenhainen, romantischen Stein-häusern und einer mittelalterlichen Burg. Das sind 172 Hektar pure Natur, in der Weinreben und Olivenbäume angepflanzt, Obstanbau und Bienenzucht betrieben werden. Den Rahmen des Gutes bilden die pittoresken Dörfer Morcote, Vico Morcote und Corona – anheimelnde Ortschaften, deren enge Pflastersteingassen, Bogengänge und Häuser ihre zeitlose und eindrucksvolle Schönheit ausmachen.

Zwischen See und Himmel

Schon im Jahr 1940 begann die Familie Gianini, seit vier Generationen Besitzerin des Gutes, dieses Land aufzuwerten und zu bewirtschaften. Ende der 80er Jahre beschloss die Familie, einen neuen Weinberg mit über 20.000 Reben auf einer Fläche von rund 100.000 Quadratmetern anzulegen. Dann das Jahr 1993 – der erste Wein des Weinbergs Castello di Morcote. Neben dem klassischen Merlot werden heute aus diesen Trauben auch ein weißer Barrique Merlot und ein Riserva hergestellt. In den letzten Jahren hat das Unternehmen einige Weingärten im Gebiet des Malcantone erworben, wo zwei neue Weinsorten entstanden sind, der „Moro“ und der „Bianca Maria“.

Weinmacher Gaby Gianini, Önologe Michele Conceprio (li.)

Weinmacherin Gaby Gianini: „Wir glauben, dass man das Land genau beobachten und studieren muss, um jedes einzelne seiner Geheimnisse verstehen zu können. Wir glauben an das Potential, das diese Erde in sich trägt und daran, dass sie respektiert, gepflegt und gehegt werden muss. Genauso wie auch die Weinberge gepflegt und gehegt werden müssen, denn unser Wein entsteht in erster Linie im Weingarten, den wir mit viel Einsatz und Leidenschaft bearbeiten.“

 

Gaby Gianini wusste von jeher, dass sie eines Tages auf dieser Erde, auf der sie groß geworden war, auch arbeiten würde. Aber: „Ich hätte nie gedacht, dass es sich um Wein handeln würde.“ Viele Jahre hatte sie den Weinberg aus der Ferne betrachtet und beobachtet, wie die neuen Reben heranwuchsen. Und dann, an einem warmen Sommertag, begegnete sie dem Önologen Michele. „Es war der Beginn eines wundervollen Abenteuers, das uns dazu führte, diese Weine zu verwirklichen, die für uns wie Kinder sind und die uns immer wieder neue Emotionen schenken.“

Hier kurz vorgestellt drei feine Weine von Morcote.

Der Castello di Morcote

90 % Merlot, 10 % Cabernet franc. Er wächst, ausgerichtet nach Süd-Westen, auf einer Höhenlage zwischen 400 und 450 Meter, durch den Seespiegel gibt es ein Mikroklima. Mindestens 12 Monate lagert er in neuen Barriques aus französischem Eichenholz, danach – in einer weiteren Verfeinerungsphase – noch sechs Monate in Flaschen. Seine Eigenschaften: tiefes Rubinrot, komplexer Duft mit Noten von reifen Sauerkirschen und Gewürzen; ausgewogene Tannine und ein angenehm betonter Säuregehalt verleihen dem Wein Körper, Feinheit und Eleganz.

Der Castello di Morcote Riserva Auch er besteht aus 90 % Merlot und 10 % Cabernet franc, die Trauben kommen aus den besten Lagen des Weinbergs, die Rebstöcke sind 25 Jahre alt. Mindestens 16 Monate reift er in Barriques aus französischem Eichenholz heran, lagert danach noch 12 Monate in der Flasche. Seine Eigenschaften: intensiver und tiefes Rubinrot; ein komplettes Bukett von reifen Früchten, Johannisbeeren, Schokolade und Tabak; am Gaumen ein abgerundeter, warmer Geschmack, gut spürbare Tannine, angenehmer Säuregrad und kraftvoll im Körper.

Der Bianca Maria

Dieser Weiße wird aus 90 % Merlot und 10 % Sauvignon gekeltert, die roten Trauben werden sanft gepresst. Die Gärung erfolgt in Edelstahlfässern (ohne biologischem Säureabbau). Nach etwa acht Monaten wird der Bianca Maria in Flaschen abgefüllt. Seine Eigenschaften: strohgelbe Farbe; ein besonders feines, frisches und fruchtiges Bukett mit Noten von Zitrone, Grapefruit und Robinienblüten; am Gaumen ein lang anhaltender mineralischer Abgang.

Magischer Anziehungspunkt inmitten der Weinhänge: Das mittelalterliche Castello hoch über dem Luganersee. Ein einmaliger Platz für unvergessliche Events. Wenn das Wetter nicht mitspielt, wird im großen Festzelt gefeiert.
Merlot-Weltmeisterschaft 2014: Gaby Gianini und Michele Conceprio beim Empfang der Goldmedaille

Der Erfolg hat sich längst eingestellt. So gewann beispielsweise der Castello di Morcote Bianco DOC 2012 die Goldmedaille der Merlot-Weltmeister-schaft 2014 und erhielt die Sonderaus-zeichnung als absolut bester Merlot seiner Kategorie. Das Weingut zählt inzwischen zu den Top 100 unter den Schweizer Winzern und hat es auch in die anspruchsvolle Rangliste von Gault & Millau geschafft.

Gaby Gianini: „In unserer Kellerei halten wir zwar an der Tradition fest, blicken aber gleichzeitig in die Zukunft. Die Weine, die aus dieser Erde hervorgehen, sind fein und elegant. Sie sind das Ergebnis eines Gleichgewichts, welches das Gebiet, aus dem sie entstehen, widerspiegelt.“

Ristorante Vicania

Am besten probiert und kauft man die Weine direkt vor Ort, im rustikal-eleganten Ambiente des weit oberhalb auf einer Alpe gelegenen Restaurants Vicania, das ebenfalls zum Gut gehört und neben den feinen Tropfen auch eine ausgezeichnete Küche anbietet.

 

Weingut: www.castellodimorcote.ch

Restaurant Vicania: www.ristorantevicania.ch

 

Bestellmöglichkeiten unter:

Weingut info@castellodimorcote.ch

 

 

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