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60 Jahre Playboy

 

Tribute to Hugh Hefner


Der legendäre Häschen-Erfinder präsentiert zum 60. Geburtstag seines Magazins eine sensationelle, illustrierte Autobiografie, die sich extrem wohltuend abhebt von so vielen anderen, ebenso inhaltsleeren wie schwachsinnigen Ergüssen Prominenter (hallo, Bobbele), die eines Tages glauben, der Welt die Peinlichkeiten ihres Lebens mitteilen zu müssen. Hugh Hefner hat Geschichte geschrieben – und seine „Peinlichkeiten“ haben die Gesellschaft positiv verändert.


Ich nenne ihn nun einfach mal Hugh, denn er war der Held meiner „frühen Jahre“. Eines Tages hatte ich entdeckt, wo mein Vater den Playboy aufbewahrte. Und waren er und meine Mutter außer Haus, holte ich das Magazin aus dem kleinen Schränkchen, das in einem der Schlafzimmer- schränke meiner Eltern stand – und blätterte darin mit großen Augen. Mein Freund Kurt und ich waren als Teenager sportlich extrem aktiv. Es half uns, einiges auszuschwitzen. Aber wir waren auch extrem neugierig. Das hieß damals: Unsere Gedanken und Gespräche kreisten oft um das berühmte „Thema Nr. 1“, von dem wir allerdings nur recht vage Vorstellungen besaßen. Also versuchten wir zunächst, uns wenigstens optisch in der Begutachtung von Körpern des anderen Geschlechts weiterzubilden – und dafür gab es damals nur wenige Möglichkeiten. Die erste: nackte Mädels in FKK-Magazinen zu bestaunen. Die zweite: in den hölzernen Umkleide- kabinen der Schwimmbäder durch kleine Astlöcher „lebendige“ Frauen oder Mädchen beim Umziehen zu beobachten. Letzteres brachte uns nicht nur einmal ziemlichen Ärger mit einem Bademeister ein. Und dann endlich die dritte Möglichkeit: Der Playboy meines Vaters. Die Entdeckung der Erotik.

 

 

 

Begehrtes Centerfold

Nun gut, das waren die Anfänge meiner Verehrung für Hugh. Jahre später schätzte ich dann auch den frivol-hedonistischen Lebensstil, der in diesem Magazin vermittelt wurde. Und ich liebte die Illustrationen, die legendären Interviews – und natürlich die Autoren, die im Playboy schrieben: Gore Vidal, Norman Mailer oder Ian Fleming. Allerdings muss ich zugeben: Wenn ich die neueste Aus- gabe des Playboy kaufte, klappte ich zuerst das Centerfold aus. Die Liebe zum Playboy hielt bis heute. Die zum Centerfold auch.

Jetzt gibt es also die Kassette „Hugh Hefner's Playboy“ mit sechs Hardcover-Bänden und natürlich auch Centerfolds. Was zusätzlich beeindruckt: die Fülle nie zuvor gesehener Erinnerungsstücke aus Hefners Privatarchiven: Original- grafiken, Karikaturen, Briefe. Besonders interessant ist der lange, autobiographische Text von Hugh – über seine Jugend, seinen Militärdienst, die ersten Erfolge als Comiczeichner, über seine zahllosen Freundinnen und schließlich den Durchbruch mit dem Playboy, der damals schnell die Sittenwächter auf den Plan rief. Sie mussten wohl so eine kuriose Mischung aus Vertretern der heutigen Tea Party und der absurden Kreationisten gewesen ein. Nun, der Playboy hat sie überlebt.

 

Intime Einblicke

Und jetzt dieses einzigartige Porträt über Hugh, das wie nie zuvor intime Einblicke in sein Privatleben und seine Karriere – vom Comics zeichnenden Kind zum erfolgreichen Verleger des Playboy – gewährt. Des Weiteren: Eine umfangreiche Auswahl von Privatfotos – viele bisher unveröffentlicht – erlaubt Blicke hinter die Playboy-Kulissen der Mansion, der Playboy Clubs und des Big-Bunny-Privatjets. Dies ist die ultimative Geschichte des Playboy und seines legendären Gründers. Und diese Geschichte gehört eigentlich in den Bücherschrank eines jeden halbwegs vernünftigen Mannes.


Fred König

 


 

Hugh Hefner's Playboy


Hardcover, 6 Bände, 1.919 Seiten


Sonderausgabe: 99,99 Euro


Verlag: Taschen


www.taschen.com

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