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München, 18. Juli 2015

Klassik am Odeonsplatz

 

Münchens musikalischer Sommerhit

 

Stimmungsvoller kann eine Spielstätte wohl nicht sein. Zum 16. Mal verwandelte sich der Münchner Odeonsplatz am 16. und 17. Juli in einen spektakulären Freiluftkonzertsaal. Auf der aufwändig beleuchteten „Bühne Feldherrnhalle“ boten hochkarätige Interpreten Highlights der klassischen Musik.

Optischer Schlussakkord: Die Feldherrnhalle in den Farben der französischen Trikolore
Musikalisches Highlight: Pianist Daniil Trifonov

Der musikalische Genuss an beiden Abenden fand wie immer bei schönem Wetter statt und begann mit der Suite aus dem Ballett „Schwanensee“ op. 20 von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky. Und erstmals bei dem wohl beeindruckendsten deutschen Klassik-Open-Air-Event am Dirigentenpult: Valery Gergiev, seit der Spielzeit 2015/16 Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Danach gleich einer der Höhepunkte des Abends, als der junge, virtuose Daniil Trifonov die Besucher mit dem „Klavierkonzert Nr. 1 B-Moll“ von Tschaikowsky begeisterte. Über ihn sagt Gergiev: „Derzeit gibt es keinen Pianisten, der dem Russen Daniil Trifonov spieltechnisch das Wasser reichen könnte.“ Nach der Pause dann die Orchestersuite aus „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss, die Münchner Philharmoniker mit Gergiev präsentierten sich dabei in beschwingter Hochform. Der Abend endete schließlich mit Maurice Ravels „Boléro“ – und da hätte man dem Trommler, den beispielsweise Herbert von Karajan vor Jahren bei den Salzburger Festspielen so wunderbar in Szene gesetzt hatte, deutlich mehr Präsenz gewünscht.

Daniel Harding (Foto: BR)

Der zweite Abend: Zum zweiten Mal war der englische Dirigent Daniel Harding mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zu Gast bei Klassik am Odeonsplatz. Die Harding, der seine Laufbahn einst als Assistent von Sir Simon Rattle und Claudio Abbado begann, dirigierte zum Einstieg Ludwig van Beethovens „Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 C-Dur“, danach – mit dem phantastischen Chor des Bayerischen Rundfunks und den hochkarätigen Solisten Annette Dasch (Sopran), Elisabeth Kulman (Mezzosopran), Andrew Staples (Tenor) und Gerald Finley (Bariton) – das elegisch-romantische „Nachtlied op. 108“ von Robert Schumann. Nach der Pause gab es dann mit Beethovens berühmter 9. Sinfonie einen weiteren Höhepunkt dieses stimmungsvollen Open-Air-Events.

„Freude, schöner Götterfunken ...“ – im ergreifenden Finalsatz der „Neunten“ ist Friedrich Schillers „Ode an die Freude“, seit 1985 ofizielle Europa-Hymne, wohl eine der bekanntesten Stellen. Es ist ein Aufruf an alle Menschen, sich in Freude zu vereinen und Werte wie Freiheit, Frieden und Solidarität zu bewahren. Solidarisch endete dieser unvergessliche Abend auch bei der Lichtgestaltung: Die Feldherrnhalle erstrahlte in den Farben der französischen Trikolore.                                                            Liz von Bonin

 

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